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CMS Markt–Warum kaufen,wenn es auch gute kostenlose Open Source CMS gibt?



Mit dieser Fragestellung sehen sich die Anbieter von kostenpflichtigen Content Management Systemen (CMS) immer stärker konfrontiert. CMS Lösungen werden in zahlreichen Unternehmen erfolgreich eingesetzt und gehören in vielen Unternehmensbereichen zum Standard. Allerdings müssen Unternehmen die Anschaffungs- und Lizenzkosten für den Betrieb von kommerziellen CMS tragen und können diese nicht kostenlos wie bei Open Source Lösungen verwenden.

Viele kleinere Anbieter von kommerziellen CMS Lösungen, mussten ihr Geschäft in der letzten Zeit vermehrt aufgrund der Open Source Konkurrenz aufgeben. Zusätzlich bieten Open Source Lösungen weitere Vorteile, wie Unabhängigkeit vom Anbieter, höhere Flexibilität und oftmals größere Sicherheit im Hinblick auf Bugs oder sonstige Sicherheitslücken, die aufgrund der offenen Quellcodes von einer weltweit aktiven Entwicklergemeinde behoben werden. Kein Wunder also, dass Open Source CMS auf dem Vormarsch sind und sich immer stärker am Markt etablieren...


Was ist Open Source?

Die Geschichte der Open Source Bewegung im Bereich Computersoftware geht auf die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück, als die ersten Computersysteme, welche IBM und andere Unternehmen verkauften, mit Software ausgeliefert wurden, deren Quellcode frei zugänglich war. Der Quellcode durfte verändert und an Dritte weitergegeben werden. Ende der 60er Jahre änderten viele Unternehmen ihre Strategie und Mitte der 70er Jahre war es normal, das Computersysteme mit proprietärer Software ohne Quellcode verkauft wurde. In den 80er Jahren expandierten die kommerziellen Softwarehersteller, welche den Quellcode ihrer Produkte stets geheim hielten. Aus der universitären Welt regte sich jedoch Widerstand an dieser Tendenz und so wurden 1984 die ersten freien Softwareprodukte mit Quellcode unter der sogenannten GPL Lizenz (General Public License) verbreitet. Die GPL wurde von dem GNU-Project definiert, welches sich zur Aufgabe machte, ein an Unix angelehntes freies Betriebssystem mit dem Namen GNU-System zu entwickeln. Anfang der 90er Jahre erlebte die GPL einen großen Aufschwung, als mit Linux ein leistungsfähiges Betriebssystem mit Quellcode verbreitet wurde. Diese Überlegungen gingen in den Open Source Gedanken und der damit verbundenen Lizenzpolitik ein, welche seit der Gründung der Open Source Initiative 1998 immer stärkere Verbreitung weltweit findet.

Der Ursprung des Begriffs Open Source geht auf die Bemühungen der Open Source Initiative zurück. Open Source (übersetzt "im Quellcode verfügbar") beschreibt zunächst grundsätzlich ein Lizensierungsmodell, welches die Nutzung einer Software zwischen dem Anwender einer Software und dem Hersteller einer Software regelt. Die Open Source Initiative hat anhand von zehn Punkten den Begriff Open Source genau definiert, mit dem Ziel zwischen "echten" Open Source Lizenzen und "falschen" Open Source Lizenzen zu unterscheiden

Aus diesen Punkten lassen sich drei Kernkriterien ableiten, welche erfüllt sein müssen, damit eine Softwarelizenz als "echte" Open Source Lizenz eingestuft werden kann:

    *

      die freie und kostenlose Weitergabe und Nutzung der Software

    *

      die freie Verfügbarkeit der gesamten Software im Quellcode

    *

      aus diesem Quellcode abgeleitete Software, darf nur unter den beiden vorgenannten Bedingungen weitergeben und genutzt werden

Open Source Software im Vergleich zu kommerzieller Software

Beim Vergleich von Open Source Software mit kommerzieller Software ergeben sich unterschiedliche Vor- und Nachteile:

Vorteile beim Einsatz von Open Source Software:

    *

      kostengünstig, d.h. es ist keine Lizenz- bzw. Wartungsgebühr zu zahlen. Bei der Beauftragung eines externen Dienstleisters fallen lediglich die Implementierungskosten an, welche in ähnlicher Höhe auch bei der Implementierung kommerzieller Softwareprodukte anfallen.

    *

      hohe Sicherheit, d.h. durch die Offenheit des Quellcodes werden Sicherheitslücken oder sicherheitsrelevante Fehlfunktionen vorab sichtbar und können eventuell selbst korrigiert werden.

    *

      hohe Stabilität und Performance, d.h. Open Source Software verfügt in der Regel über eine breitere Installationsbasis als kommerzielle Software, wodurch diese ausgiebiger getestet und durch Erfahrungen vieler optimiert sind.

    *

      kostenloser Support, d.h. für Open Source Software existieren zumeist Foren oder Mailinglisten im Internet, mittels derer sich Anwender der Software direkt gegenseitig Hilfestellung leisten.

    *

      Unabhängigkeit vom Anbieter, d.h. selbst wenn der Anbieter, der das Open Source Content Management System installiert hat insolvent wird, kann der Anwender zu einem anderen Dienstleister wechseln, der sich ebenfalls mit dem System auskennt. Bei kommerziellen Produkten ist man mitunter vollständig von einem Anbieter z.B. für Pflegedienstleistungen abhängig.

Nachteile beim Einsatz von Open Source Software:

    *

      fehlende Gewährleistung

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      nicht für alle Open Source Softwareprodukte ist genügend Entwicklungs-Know How verfügbar, um individuelle Erweiterungen oder Anpassungen vornehmen zu können

    *

      Open Source Softwareprodukte können konzeptionelle Schwachstellen aufweisen, da deren Entwicklung ohne Projektmanagement auf "der grünen Wiese" begonnen wurde und im Zeitverlauf durch die vielen unterschiedlichen Beteiligten an der Weiterentwicklung unkoordiniert gearbeitet wird

Das Argument der Zukunftssicherheit kann man von zwei Seiten betrachten. Da die Weiterentwicklung und Pflege von Open Source Software jederzeit von den beteiligten Programmierern eingestellt werden kann, könnte sich dies als problematisch und zukunftsunsicher erweisen. Die Zukunftssicherheit kann aber auch positiv zu Gunsten der Open Source Software gesehen werden, da sich der Anwender unabhängig vom Anbieter macht. Open Source Lösungen, die auf gängigen Programmiersprachen basieren, können und werden von vielen professionellen Dienstleistern weiter entwickelt. Insofern wäre der Aspekt der Zukunftssicherheit in jedem Fall berücksichtigt.

Um mögliche Nachteile beim Einsatz von Open Source CMS auszuschließen, sollte die Auswahl der individuell am besten passenden Open Source Lösung sowie eines professionellen Dienstleisters sehr sorgfältig getroffen werden.

Starke Verbreitung von Open Source

Der Einsatz von Open Source Software setzt sich in der öffentlichen Verwaltung und in Unternehmen zunehmend durch. So plant beispielsweise die Stadtverwaltung Paris für den Betrieb ihrer Desktopsysteme mit ca. 17.000 PC-Arbeitsplätzen, 400 Servern, und rund 600 Anwendungen, verteilt auf 1.800 Standorten Linux als Betriebsystem einzusetzen. Die Stadtverwaltung München betreibt unter ähnlichen quantitativen Rahmenbedingungen schon seit geraumer Zeit ihre Desktopsysteme unter Linux.

Eine Studie von Soreon Research unter 50 deutschen Unternehmen zeigt, dass Unternehmen welche das Open Source Produkt Open Office anstelle von Microsoft Office im Bereich Büroanwendungen einsetzen 20% Kosten sparen und im Serverbereich durch einen Umstieg von Windows auf Linux 30% der Kosten eingespart haben. Soreon Research zeigt, dass durch den Einsatz von Open Source Datenbanksoftware und Open Source Content Management Systemen 25% Prozent der Kosten reduziert werden können.

Open Source Content Management Systeme

Content Management Systeme, welche über eine Open Source Lizenz verbreitet und weiterentwickelt werden, finden sich mittlerweile in einer unüberschaubare Masse und unterschiedlichsten Ausprägungen. In Internet lassen sich über 50 Content Management Systeme finden, welche über eine Open Source Lizenz eingesetzt werden können. Open Source Content Management Systeme decken 70%-80% der am häufigsten geforderten Funktionen in diesem Bereich ab. Vier Produkte haben dabei eine besonders ausgeprägte Verbreitung erlangt: Mambo Open Source, OpenCMS, PHPNuke und Typo3.

Open CMS wird beispielsweise als öffentliche Website, Intranet, Extranet oder Dokumentenmanagementsystem genutzt von Unternehmen, wie 3M Germany, EADS, LGT Group, BürgschaftsBank NRW, Hypovereinsbank Gruppe, Renault und der ÖVP Österreich.

Die Typo3 Website vermeldet 36.000 Installationen mit 11.235 registrierten Installationen und 1.578 registrierten Referenzprojekten. 559 Anbieter von Beratungs- und Implementierungsdienstleistungen sind registriert. Typo3 wird beispielsweise eingesetzt von Unternehmen, wie Karstadt, Magix AG, Schweizer Illustrierte, Volkswagen oder Pentax.

Mögliche Problemstellungen beim Einsatz von OpenSource Lösungen

Bei der großen Angebotsvielfalt von Open Source Lösungen sollte genau darauf geachtet werden, dass ein CMS ausgewählt wird, welches die Projektanforderungen erfüllt. Dieser erste Arbeitsschritt ist für den Projekterfolg von besonderer Bedeutung, da hier die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte festgelegt wird.

Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister ist sehr empfehlenswert, damit technischer Support für den Notfall gesichert ist. Ebenso sollte Kompetenz bzgl. der Entwicklung individueller Funktionalitäten oder der Erweiterung bestehender Funktionen bei dem Dienstleister vorhanden sein.

Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass Probleme bei der Projektrealisierung in erster Linie auf einen nicht klar definierten Leistungsumfang und eine unpräzise Zeitplanung zurückzuführen sind.

Einsatzgebiete von CMS

Open Source CMS eignen sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen, sowie für den Einsatz in abgegrenzten Bereichen oder Abteilungen großer Unternehmen. Insbesondere durch die Möglichkeit derartiger Systeme ohne außergewöhnlich komplexe Kenntnisse Inhalte zu verändern oder zu ergänzen, machen Open Source CMS besonders interessant für den Betrieb einer Internetpräsenz oder eines Intranets. So kann praktisch jeder Mitarbeiter zu einem Redakteur werden und die Informationen im CMS bleiben stets aktuell. Durch die Vergabe unterschiedlicher Zugriffsrechte, können Freigabeprozeduren optimiert und ergänzt werden.

Open Source CMS können für die unterschiedlichsten Aufgaben und Bereiche eingesetzt werden:

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      Für die Internetpräsenz eines Unternehmens, die von einer Kommunikations- und / oder Presseabteilung selber aktualisiert, gepflegt und verwaltet wird. Mehrere Mitarbeiter haben unterschiedlich umfängliche Zugriffsrechte. Für den Betrieb eines Marktplatzes oder Verkaufsshops, um Produkte zu verkaufen und Kundenfeedback einzuholen.

    *

      Für das Intranet eines Unternehmens / eines Organisation, welches von einem Team der Unternehmenskommunikation oder einer IT-Abteilung koordiniert wird. Einige Bereiche werden zentral auf der Basis unterschiedlicher Zugriffsrechte aktualisiert, gepflegt und verwaltet. Zusätzlich bietet das Intranet Bereiche, in denen alle Mitarbeiter aktiv kommunizieren und Ihr Wissen und aktuelle Nachrichten anderen Mitarbeitern über das Intranet zur Verfügung stellen.
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      Ein "zweites" Intranet oder eine separate Internetpräsenz für einzelne Abteilungen oder Unternehmensbereiche mit speziellen Anforderungen an die Funktionalitäten, welche von einer existierenden zentralen Lösung nicht abgedeckt werden. Beispielsweise Unternehmensbereiche wie Investor Relations, die besondere Anforderungen an die interne und externe Kommunikation haben, die Presseabteilung zur Unterstützung der Veranstaltungsplanung, die Gebäudeverwaltung, eine Controlling- oder Steuerabteilung, eine Personalabteilung, etc.

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      Für das Extranet eines Unternehmens oder einer Organisation mit welchem z.B. weltweite Vertriebsaktivitäten koordiniert werden können.

Wie kommen Sie zu Ihrer individuellen Open Source CMS Lösung?

Institut für e-Management e.V. (IfeM) und infospeed GmbH bieten schon Einstiegsangebote, die ausgehend von einer konkreten Problemstellung im Unternehmen eine adäquate Lösung (inkl. Analyse, Konzeption, Design, Programmierung, Gestaltung eines Rechtesystems und Schulung) bietet.

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