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Gründe für ein WebKnowledge



Es gibt sicherlich zahlreiche Gründe, warum man sich mit dem Thema Webknowledge beschäftigen sollte. An dieser Stelle sollen die drei wichtigsten kurz erläutert und mit Beispielen untermauert werden.
Die wesentlichen Gründe sind:

 

  • 55% der Deutschen sind online
    Laut der viel zitierten AGOF Studie können inzwischen ca. 36 Millionen Menschen über das Internet erreicht werden. Dabei gleichen sich die soziodemographischen Daten der Bevölkerung und der Internetnutzer immer stärker an. Internetnutzer sind daher keine spezielle Zielgruppe mehr.

  • Veränderte Reichweiten von Kundenmeinungen
    Eine eigens durchgeführte Analyse von allgemeinen Presseauftritten im Jahre 2005 ergab, dass Bild-Online 387 Millionen Page Impression mit ca. 32 Millionen Besuchern im Monat verzeichnet. Spiegel Online erreicht sogar 59 Millionen Besucher pro Monat. Ende 2004 machte ein Internetnutzer in einem freien Forum einen Eintrag über ein Fahrradschloss der Firma Kryptonite. In diesem Eintrag berichtete er, wie man das Schloss mit einem Kugelschreiber öffnen kann. Nach 7 Tagen hatten rund 1,8 Millionen Menschen diesen Eintrag gelesen. Am 10ten Tag startete die Firma eine Rückrufaktion für 100.000 Fahrradschlösser. Allein dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, welche Macht Kundeninformationen im Internet besitzen.

  • Suchmaschinen
    Neben eMail zählt die Nutzung von Suchmaschinen zu der am häufigsten genutzten Webapplikation. Mit einem Marktanteil in Deutschland von über 87% bei den Suchanfragen ist Google die führende Suchmaschine im Internet, und soll hier als Beispiel dienen. Möchte man sich beispielsweise über das Auto Galaxy der Marke Ford informieren und gibt diese beiden Begriffe in das Suchfeld bei Google ein, findet man auch tatsächlich als ersten Treffer den Internetsauftritt des Herstellers. Platz zwei ist die der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA, deren Inhalt von jedem Internetnutzer verändert werden kann. Platz drei ist ein unabhängiges Internetforum, wo sich Fordkunden austauschen und informieren und ihre persönlichen Erfahrungen Preis geben. Platz vier nimmt das bereits in der Einleitung kurz vorgestellte Bewertungsportal CIAO ein.  D.h. ein Internetnutzer erhält bei der Eingabe der Worte Ford und Galaxy bei Goolge unter den ersten fünf Treffern Hinweise von Kundeninformationen, die außerhalb des Einflussbereiches von Unternehmen erstellt wurden.


Die drei hier aufgeführten Gründe mit ihren Beispielen verdeutlichen sehr gut, warum sich ein Unternehmen intensiv mit dem Thema Webknowledge beschäftigen sollte. Diese Gründe bewogen Herrn Dr. Riecke von den Fordwerken im Jahre 2005 ein Praxisprojekt mit der Fachhochschule Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Fank zu starten. Das Projekt befindet sich inzwischen im dritten Jahr und hat für beide Seiten beachtliche Erkenntnisfortschritte gebracht, über die hier auszugsweise berichtet wird.

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Das CIO Spezial der Wirtschaftswoche veröffentlicht im Dezember ein Interview mit Prof. Dr. Matthias Fank über aktuelle Entwicklungen im Bereich Informationsmanagement

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