|
Unternehmen haben oft Probleme, aus Wissen Kapital zu schlagen. Arbeitnehmer, die etwas 'wertvolles' wissen, teilen diesen Wissensvorsprung nicht unbedingt ihren Kollegen oder Arbeitgebern mit. Wichtige Informationen gehen verloren, wenn kein System vorhanden ist, das diese Informationen sammelt und speichert.
Intellectual Capital (IC) entsteht, wenn in einem Unternehmen aus Wissen etwas erzeugt wird, was sich als Wert im Unternehmen niederschlägt. Intellectual Capital Management (ICM) ist eine Kombination von Methoden, die angewandt werden, um aus Wissen IC zu generieren.
IC ist oft 'verborgen', und darum schwer zu identifizieren und zu messen. Meistens findet es sich in Unternehmensstrategien und Wissenssystemen. Es beinhaltet ebenso geistiges Eigentum wie Warenzeichen, Schutzrechte und Patente.
ICM identifiziert IC und unterstützt Programme (überwiegend elektronische), um 'Schlüssel-Wissen' zu sammeln, zu speichern und zu teilen. Dieser Prozeß wird manchmal auch als Knowledge Management (KM) bezeichnet. Aber ICM beschäftigt sich nicht nur damit, Wissen zu managen. Es umfasst ebenfalls Strategien, Mitarbeiter zu motivieren, IC zu erzeugen und Programme, die den Wert von generierten IC messen.
ICM hat seine Wurzeln in den frühen neunziger Jahren, als Informationen zunehmend wichtiger für die Wettbewerbsfähigkeit wurden. 1989 stellte Karl-Erik Sveiby, ein schwedischer Management-Experte, eine Methode vor, die das misst, was er als 'Intangible Assets' bezeichnete. Die Bezeichnung 'Intellectual Capital', die heutzutage weit verbreiteter ist, wurde von Leif Edvinsson, ebenfalls ein Schwede, eingeführt. ICM wurde für Manager interessant, nachdem Tom Stewart (Fortune) 1991 darüber berichtete.
(aus dem englischen 'What is Intellectual Capital Management?' erschienen in Business Spotlight 4/04 S. 83)
|