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Wie sinnvoll sind eigentlich Meta-Tags?



Meta-Tags spielen vor allem bei den Suchmaschinen eine wichtige Rolle, die gezielt ihr Ranking-Verfahren, bzw. ihr Algorithmus darauf aufgebaut haben. Es handelt sich hierbei meist um nichts weiter als Keywords innerhalb eines Dokuments bzw. Webseite, die für den Benutzer zunächst nicht sichtbar sind.

 

Die Suchmaschinen zielen dann darauf ab, einerseits das Vorhandensein der Meta-Tags als Bewertungskriterium zu nutzen, andererseits analysieren sie auch die Qualität der Meta-Tags.
Es ist allerdings in Frage zu stellen, ob diese Methode einem benutzergerechten Suchergebnis qualitativ entspricht. Wenn man das Web genauer analysiert, wird man feststellen, dass längst nicht alle Webseiten Meta-Tags richtig einsetzen, geschweigedenn überhaupt einsetzen.

Bei der Auswahl von Keywords innerhalb der Meta-Tags ist es im Grunde ja nicht die Suchmaschine, die den Inhalt mit eigenen Kriterien bewertet, sondern der Editor, der diese Keywords subjektiv auswählt. Hier muss man sich daher die Frage stellen, wie sinnvoll es ist seitens der Suchmaschinen-Anbieter, es dem Webmaster selbst zu überlassen, seinen Webinhalt vorgegebenen Standards entsprechend zu gestalten, um bei ihnen als relevant bewertet zu werden.
Denn hier ist schließlich die Informationsreduktion sehr hoch; beispielsweise werden auch Webseiten, die genau dem Suchergebnis entsprechen, trotzdem bei der Bewertung weniger gewichtet, weil sie Meta-Tags entweder gar nicht oder suboptimal einsetzen. Die Pflege der Meta-Tags, wie zum Beispiel Meta-Keywords ist jedoch in den meisten Fällen kein Qualitätsmerkmal des intellektuellen Inhalts einer Website, sondern ein Zeichen des informationstechnischen Know-Hows. Eine Suchmaschine, die Meta-Tags als Qualitätsmerkmal in seine Bewertung aufnimmt, setzt somit diese technische Kenntnis voraus.
Daher könnte man behaupten, dass Benutzer-Seite kaum eine erfolgreiche Suche nach relevanten Daten bei den Suchmaschinen möglich ist, wenn einzig und allein Meta-Tags als wichtiges Kriterium zur Bewertung von Webseiten genutzt werden.

Gerade bei der automatischen relevanten Bewertung wird das Ergebnis trotz großer Sorgfalt der Algorithmen zwangsläufig verfälscht, da weiterhin von dem Editor selbst gewählte Keywords mit in das Ranking aufgenommen werden. Um wirklich eine adäquate Bewertung vornehmen zu können, müssten die Keywords mit dem tatsächlichen Inhalt der Website vergleichsweise überprüft werden. Da bei Volltext Suchmaschinen (wie z.B. Google) dieser Vergleich nur automatisch stattfinden kann, ist es nahe liegend, dass der technische Aufwand zu einer solchen Auswertung sehr hoch ist.
Auch aus diesem Grund verzichten Suchmaschinen wie Google beim Ranking der Webinhalte komplett auf Meta-Tags und zielen darauf ab, ihre Algorithmen nur noch auf die tatsächlichen Webinhalte bezogen so effizient wie möglich zu erstellen.


Richtiger Einsatz von Meta-Tags

Betrachtet man den wichtigsten Meta-Tag, den Meta-Keyword, würde der Einsatz dieser voraussetzen, dass themenspezifisch geschulte Editoren die Keywords dem Inhalt entsprechen generieren. Dort, wo Keywords auf diese Weise generiert werden, ist der Aufwand jedoch auch am höchsten.

 

Im Vergleich zu einer automatisch indexierenden SE, hat eine intellektuell generierte SE deutliche quantitative Unterschiede, wie man an diesem Beispiel erkennen kann:

4285 Mio. Seiten  Google (stand März 2004)
ca. 4 Mio. Seiten  DMOZ.de, Open Directory Project

von Evrim Sen
www.evrim-sen.com

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