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Mit Stolz verkünden Fulltext SEs (Search Engines) wie Google, dass sie in ihrer Datenbank mehr als 4,2 Milliarden Websites indexiert haben. Bei dieser Menge an automatisch indexierten Informationen sind SEs gezwungen dem User eine qualitative Auflistung seiner Suchanfrage zu liefern. Mit dem Prinzip der Link Popularity versuchen sie daher dem User entgegenzukommen, indem sie herausrechnen, welche Websites höher zu bewerten sind als andere.
Somit liegt das Ziel der SE längst nicht mehr darin, lediglich quantitative Informationen pauschal aufzulisten, sondern die Zufriedenheit des Users durch Auflistung von relevanten Informationen zu erlangen.
Search Engine Marketing (SEM) und Search Engine Optimization (SEO)
Relevante Informationen zu liefern bedeutet jedoch, dass die SE sich zwangsläufig herausnehmen muss, Websites nach Relevanz, bzw. Qualität zu bewerten. Schließlich wird bei mehr als 4 Milliarden Websites diese Arbeit kaum ein redaktionelles Team übernehmen und dann kostenlos anbieten können, zumal inner-halb kürzester Zeit Milliarden von Informationen erneuert und aktualisiert werden müssen. SEs, wie auch die derzeit erfolgreichste, Google , benutzen daher speziell entwickelte Algorithmen zur automatischen Bewertung von Websites. Der zunehmende Konkurrenzdruck zwischen den SE-Anbietern, veranlasst die SE-Unternehmen außerdem ihre Inhalte dem User stets noch relevanter und gerechter darzubieten.
Während SEs versuchen Inhalte so zuverlässig wie möglich zu bewerten, ist inzwischen eine neue Branche genannt Search Engine Marketing (SEM) gewachsen, die sich zum Ziel gemacht hat ihre Kundenauftritte für SEs zu optimieren.
Wer das nötige finanzielle Werbebudget zur Verfügung hat, der kann natürlich durch bezahlte Werbung sein Unternehmen im Internet repräsentieren. Durch Kooperationen mit Partnern, Werbebannern in hochbesuchten Internet-Portalen, Newsletter, Gewinnspiele oder durch Sponsored Links in SEs, gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Investierung, um Werbung in Sichtnähe des Kunden zu bringen.
Eine weitere Möglichkeit auf seine Website aufmerksam zu machen, ist aber die hohe Platzierung in SEs, wenn der User nach bestimmten Keywords sucht. Laut der Studie des IAB Research, hatte bereits im Jahre 2002 die Keyword-Suche 21% aller Internet-Werbeumsätze gemacht und sich zum Vorjahr 2001 um 250% gesteigert. Somit kommt der Keyword-Suche in SEs nebst den klassischen Internet-Marketing-Methoden wie Bannerwerbung eine ganz besondere und hohe Bedeutung zu. Da der Benutzer durch seine Suchanfrage sein klares Interesse an einem bestimmten Produkt bekundet, zielt SEM darauf ab, die exakte Zielgruppe ohne Streuverluste, die beispielsweise bei der klassischen Bannerwebung entstehen, anzusprechen.
Sponsored Links
Unternehmen, die bei SEs um jeden Preis im wahrsten Sinne des Wortes eine hohe Position bei der Auflistung der Suchergebnisse zugeteilt haben möchten, haben die Möglichkeit eine Position der Auflistung bezogen auf die Search Query zu kaufen. Die Sponsored Links werden jedoch, um dem Suchenden keine falschen Bewertungskriterien zu geben, separat auch als solche kenntlich gemacht. Sucht also ein User nach einem bestimmten Begriff, werden die gekauften Positionen gekennzeichnet, wie bei Google beispielsweise mit dem Zusatz "Sponsored Links", oder auf der deutschen Google-Seite als "Anzeige".
Natural Listings
Wer ohnehin einen sehr bekannte und vor allem von anderen Websites verwiesenen Webauftritt betreibt (z.B. große Unternehmensportale wie faz.de, heise.de, reisen.de u. ä.), der wird automatisch im Ranking der SE hoch bewertet und bei bestimmten Queries oben aufgelistet. Eine gut platzierte Website in einer SE hat den Vorteil, dass sie nichts kostet und trotzdem durch Keywords gefunden wird. Hierbei blieb bislang das Problem des Spammings weitgehend von den Medien unbeachtet. Spätestens der Artikel "Google zugemüllt" vom Heise Verlag löste eine Lawine zahlreicher neuer Gesprächsthemen rund um das Thema Spamming und Google aus, die die Suchprinzipien und Algorithmen von SEs, speziell von Google zunehmend in Frage stellen.
Beispiel: Sucht ein Benutzer ein Rezept für amerikanische Cookies bei Google.de und gibt hierzu als Suchanfrage "Rezept Cookies" ein, erscheinen mehrere Websites, die dazu einladen eine .EXE-Datei downzuloaden, die mit dem Rezept nichts zu tun haben, sondern den Benutzer dazu verleiten sich durch eine überteuerte 0190-Nummer ins Internet einzuwählen.
Um trotzdem auf natürliche Weise bei den SEs hoch aufgelistet zu werden, ohne dabei als Spammer aus dem Index ausgeschlossen zu werden, werden beim SEM verschiedene Methoden angewandt.
SEM umfasst beide Methoden: Sowohl im Bereich Sponsored Links, als auch im Natural Listings versucht es Websites so zu optimieren, dass sie im Web gefunden werden.
Definition
SEM - Search Engine Marketing (zu deutsch: Suchmaschinenmarketing), umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Inhalte von Websites auf Basis des Protokolls HTTP in populären Search Engines bei einer Suchanfrage effizient aufgelistet werden.
SEO - Search Engine Optimization (zu deutsch: Suchmaschinenoptimierung) sind Maßnahmen innerhalb der Ziel-Website, die dazu beitragen, dem SEM den nötigen technischen Rahmen zu liefern.
(Beispielweise durch Anpassung der HTML-Inhalte, bewusste Integration von Keywords, Einsatz von SEO-Software, etc.)
von Evrim Sen www.evrim-sen.com
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