Das Wort "Prosumer" hatte vor 10 Jahren niemand verstanden. Die korrekte Erklärung, dass der Begriff eine Zusammensetzung aus "Konsument" und "Produzent" ist, hätte auch nicht viel weitergeholfen. Denn, was bedeutet das überhaupt, wenn Konsumenten gleichzeitig Produzenten sind?
Web 2.0 macht es möglich. Wer heute ein Produkt kauft, der teilt seine Erfahrungen mit anderen. In Bewertungsportalen, Foren, Blogs und Videoportalen veröffentlichen Konsumenten selbstgenerierte Inhalte zu den von ihnen erworbenen Produkten. Diese Inhalte, genannt Consumer Generated Media, finden schließlich Zugang zu Millionen weiteren Konsumenten.
Einige Hersteller haben die Macht der Prosumer mittlerweile verstanden. RIM (Research in Motion) erreichte mit seinem BlackBerry einen Umsatzwachstum von 120% innerhalb eines Quartals. Damit gewann das Unternehmen in weniger als einem Jahr 2,18 Millionen neue Kunden dazu. Zurückzuführen sei dies laut IDC-Analyst Ramon Llamas, dass RIM es verstanden hat, Prosumer für sich zu gewinnen.
Verlierer der Runde sind dagegen Apple mit iPhone mit einem Rückgang von 26,7% und ebenso Palm, die die Kunst, Prosumer anzusprechen, anscheinend verpasst haben. Webknowledge ist eben nicht jedermanns Sache.
Quelle: Heise.de
Erstellt von: Evrim Sen am 31.05.2008 23:15
Welchen Mehrwert können uns Blogs eigentlich wirklich bieten? Ein sehr gutes Beispiel liefert uns der Fall des Rechtsanwalts Günther Freiherr von Gravenreuth, der bereits für zahlreiche Schlagzeilen sorgte. Ende 2007 verurteilte ihn ein Gericht zu einer sechsmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung. Doch nicht die Geschichte des Anwalts oder das Urteil ist für Webknowledge von Interesse. Vielmehr geht es um die Frage, was passiert, wenn das Thema plötzlich nicht mehr pressereif ist. Wer sich nämlich jetzt fragt, wann und ob überhaupt der Anwalt nun tatsächlich hinter Schloss und Riegel kommt, wird in der Presse nichts mehr dazu finden. Die News-Suche von Google spruckt bei der Eingabe von "Gravenreuth" zudem noch 0 Treffer aus. Selbst bei heise-online findet man bei der Suche lediglich eine alte Meldung von vor 6 Monaten. Soweit geht der Leser ziemlich leer aus, denn der Journalismus beschäftigt sich nun mal gerne mit tagesaktuellen Themen und eben nicht damit, was danach passiert ist.
Ein Blick unterhalb der heise-Meldung lässt jedoch über 14.188 Beiträgen seitens Leser erkennen. Und spätestens jetzt kommt der Web 2.0-Ambitionierte auf die Idee, die klassischen Presseportale zu verlassen. "Keine Lust mehr, über das Thema zu berichten" auf der einen Seite, "die journalistische Pflicht" auf der anderen, hat dann schließlich die Zeitschrift PC-Welt erkannt, dass man seine Leser zumindest auf Blogs hinweisen sollte. Und so findet sich auf der Website des PC-Welt tatsächlich auch der Hinweis auf ein Blog, dass die Diskussion um den Anwalt noch lange nicht aufgehört hat. Dort wird auf ein Jura-Blog "Lawblog" hingewiesen, wo zahlreiche Anwälte und Leute vom Fach den Fortgang heiß diskutieren. Und das teilweise begründet und immer stets auf dem aktuellsten Stand, denn hier
... fängt Web 2.0 an.
Quellen:
>> die Meldung von PC-Welt
>> die Diskussion im Jura-Blog
Erstellt von: Evrim Sen am 06.04.2008 13:28
Immer mehr Unternehmen erkennen den Bedarf und die Notwendigkeit Inhalte im Internet über das eigene Unternehmen zu erfassen. Die Erfassung von Inhalten ist aber nur ein Baustein von einem umfassenden Konzept. Durchgeführte Projekte zeigen immer wieder je klarer die Zielvorstellung ist die mit einem Webmonitoring verfolgt werden, desto erfolgreicher ist ein Projekt. D.h. der Nutzen von einem Webmonitoring Projekt wird dann am höchsten sein, wenn Ziele festgelegt werden und der Gegenstand möglichst auf Produktebene festgelegt wird.
Erstellt von: Matthias Fank am 25.02.2008 14:26
Oft gilt die Buchbranche als Internetscheu. Die meisten Verlage hängen bei den Möglichkeiten, das Potenzial des Webs für sich zu nutzen, oft hinterher. Das mag vielleicht an der Branche selbst liegen, die nicht auf das digitale Zeitalter, sondern weiterhin den Druck auf Papier befürworten muss. Etwas anders dagegen sieht es bei Verlagen aus, die Computerliteratur veröffentlichen. Die hängen dazwischen, möchte man sagen: Einerseits mit dem Wissen des Webs, andererseits die Tatsache, dass man weiterhin auf Papier druckt. Wobei gerade der Verlag Galileo Press auch oft alte Versionen ihrer Bücher bereits als PDF frei für alle kostenlos veröffentlicht und somit sein Webknowledge unter Beweis stellt. Und nun wehrt sich der Verlag als einer der ersten Verlage öffentlich gegen Falschrezensionen ihrer Bücher bei Amazon. Denn gerade Online-Bewertungsportale in der Computerliteratur entscheiden zwischen Kaufen oder Wegklicken.
> Galileo-Pressebericht
Erstellt von: Evrim Sen am 09.02.2008 16:14
Immer wieder taucht die Frage auf ob Unternehmen sich in die Diskussion in Foren einmischen sollen. Hier ein tolles Beispiel von Ford aus Amerika. Ein von einem amerikanischen FanClub veröffentlichter Kalender mit selbst gemachten Fotos wurde nicht gedruckt. Es entstand das Gerücht, dass Ford aus Urheberechtsverletzungen den Druck untersagt habe. Dem war nicht so und die PR Abteilung von Ford veröffentlichte auf dem Forum einen Beitrag, welcher sehr viel postives Feedback erzeugte. Hier kann man nur sagen weiter so.
In seiner Onlineausgabe veröffentlichte der Spiegel am vergangenen Freitag über Zensuren für Ärzte. Spezialisierte Ärzte stellen seit einigen Jahren fest, dass immer mehr Patienten über das Internet auf sie aufmerksam geworden sind. Suchmaschinenoptimierung und Paid Listings waren das Zauberwort für neue Kunden. Leider wird es in Zukunft nicht ausreichen in den Suchmaschinen gefunden zu werden. Vielmehr wir es darum gehen auch die Meinungsbildung mit zu verfolgen. Damit wird auch für Ärzte das Thema Webknowledge immer wichtiger.
Immer wieder hört oder liest man, dass von Privatpersonen angefertigte Produktbewertungen nur von geringem Einfluss auf die Kaufentscheidung hat. Dem sei hier widersprochen. Personen die sich im Rahmen ihrer Kaufentscheidung über das Internet informieren verarbeiten die verschiedensten Informationen. Mit größter Wahrscheinlichkeit werden auch Kundenerfahrungen aufgenommen. Da diese Informationen in Textform und damit mehr oder weniger entpersonifiziert sind vorliegen, wird diese eher unreflektiert aufgenommen. Wer ist schon in der Lage nach einer umfangreichen Recherche genau zu sagen, wer welche Information mit welchem Hintergrund verfasst hat. Isoliert betrachtet wird jeder sagen, das man genau prüfen sollte wer was verfasst hat. In der Praxis wird dies aber sicherlich nicht so erfolgen. Wer wird sich ein Produkt kaufen, worüber im Internet schlecht berichtet wird auch wenn die Herkunft der Information unklar ist? Oder umgekehrt: Wer riskiert ein Produkt zu kaufen obwohl darüber schlecht berichtet wurde und riskiert damit wissentlich ein schlechtes Produkt gekauft zu haben?
Welchen Einfluss Blogs auf Aktien haben können, zeigte das Beispiel Yahoo. Laut Financial Times war ein Weblog dafür verantwortlich, dass die Yahoo Aktie im November 2007 um fast sieben Prozent nach oben stieg. Der Blogger Henry Blodget, ein ehemaliger Wall-Street-Analyst, hatte in seinem Blog das Gerücht verbreitet, Yahoo könnte von Microsoft aufgekauft werden. Hierzu hatte er seine Spekulation daraufhin begründet, dass Microsoft seine unternehmerischen Ziele nur dann erreichen könne, wenn er Unternehmen hinzukaufen würde. Die Aktie ist nach dem Gerücht derzeit wieder auf den Tiefstand gefallen.
(Quelle: Financial Times, 19.11.2007)
Erstellt von: Evrim Sen am 18.01.2008 10:34
Nun ist es fast geschafft. Wir freuen uns darauf das wir im Januar 08 mit dem inhaltlichen Aufbau des Blogs endlich beginnen können. Bis dahin viele Grüße
Ihr
Team Webknowledge
Erstellt von: Administrator am 19.12.2007 14:46
Nachdem SchwörerHaus sah, dass sich in der Baubranche viele verschiedene Fragen von Bauherren ergeben, hat das Unternehmen sich entschlossen ein Blog zu bauen. In diesem Blog werden vordergründig Fragen von Bauherren beantwortet. Damit seitzt sich das Unternehmen zum Ziel sich mehr auf die Bedürfnisse der Kunden einzulassen. Das Blog ist Werbefrei und fördert die offene Kommunikation zwischen Kunde und Anbieter. Der Hausbau Blog gehört in der Fertighausbranche zu den Bekanntesten und ersten Blogs.
Erstellt von: Administrator am 01.01.1970 01:00